Du kennst das Spiel wahrscheinlich schon auswendig. Neue Haarklammer gekauft, die ersten paar Tage läuft alles super, und dann irgendwann der Moment: ein Zahn ist ab, oder die Klammer bricht mitten am Tag komplett durch, und dein ganzer Dutt landet auf deiner Schulter. Mitten in der U-Bahn, mitten im Meeting, egal.
Oder das andere Extrem: die Klammer, die tatsächlich hält, ist so riesig, dass sie fast deinen ganzen Kopf einnimmt. Sieht aus wie ein Helm, drückt nach zwei Stunden, und du fragst dich, warum "hält bei dickem Haar" und "bequem" sich anscheinend gegenseitig ausschließen.
Beides ist kein Zufall. Beides liegt an derselben Handvoll Konstruktionsfehler, die fast jede Haarklammer im Drogeriemarkt hat. Wir erklären dir genau, woran das liegt und worauf du achten musst, damit deine nächste Klammer nicht nach einer Woche im Müll landet.
Warum halten die meisten Haarklammern bei dickem lockigem Haar nicht?
Kurz gesagt: weil sie für dünnes, glattes Haar entwickelt wurden und dickes lockiges Haar einfach mehr verlangt, als das Design hergibt.
Drei Stellen brechen dabei am häufigsten:
Die Platte ist zu dünn. Die meisten Klammern werden aus einer sehr dünnen Acetat- oder Plastikplatte gefertigt, oft bei 2mm. Bei feinem Haar reicht das locker. Bei dickem lockigem Haar, das von Natur aus mehr Volumen und mehr Gewicht hat, biegt sich die Platte unter der Last. Und was sich ständig biegt, bricht irgendwann.
Die Feder ist zu schwach. Eine einzelne, dünne Feder mag für einen kleinen Zopf reichen. Bei einem dicken Haarknoten muss sie aber gegen deutlich mehr Druck arbeiten, und zwar den ganzen Tag über. Schwache Einzelfedern geben irgendwann nach, die Klammer springt auf, und du merkst es erst, wenn schon die halbe Frisur draußen ist.
Die Zähne sind zu kurz. Das ist der Punkt, den die wenigsten auf dem Schirm haben. Bei lockigem Haar reicht es nicht, die Haarsträhne nur oberflächlich zu greifen. Die Zähne müssen tief genug ins Haar greifen, sonst rutschen einzelne Locken einfach seitlich durch die Zähne durch, egal wie fest die Feder zudrückt.
Kombiniere alle drei, und du hast die Erklärung, warum du wahrscheinlich schon mehrere Klammern "verschlissen" hast, die eigentlich für dein Haar zu klein gedacht waren.
Worauf du beim Kauf wirklich achten solltest
Drei Werte sagen dir mehr über eine Haarklammer als jede Werbebeschreibung.
Materialstärke der Platte. Je dicker die Platte, desto stabiler bleibt die Form, auch unter Gewicht. Unsere Cloud Clip zum Beispiel ist aus einer 4mm Acetatplatte gefertigt, doppelt so dick wie die meisten Standardklammern. Das ist kein Zufall, sondern genau die Stärke, die wir nach unzähligen Tests für dickes und dichtes Haar rausgefunden haben.
Federkraft statt Federanzahl. Viele denken, zwei Federn bringen automatisch mehr Halt. In der Praxis bringen zwei Federn oft zu viel Druck auf einmal, und genau das führt dann zu Kopfschmerzen nach ein paar Stunden. Der bessere Weg ist eine einzelne, aber richtig starke Feder, mit dickerem Draht und mehr Windungen. Das gibt dir konstanten, gleichmäßigen Halt, ohne dass sich die Klammer wie eine Zwinge anfühlt.
Zahnlänge. Miss ruhig mal nach, wenn du eine Klammer in der Hand hast. Kurze, flache Zähne greifen nur die oberste Schicht. Längere Zähne greifen tiefer ins Haar und halten dadurch auch einzelne widerspenstige Locken fest, die sonst rausrutschen.
Wenn du diese drei Werte checkst, bevor du kaufst, sparst du dir vermutlich die nächsten zwei oder drei Fehlkäufe.
Wie setzt du eine Haarklammer bei dickem Haar richtig, damit sie hält?
Selbst die beste Klammer hält schlecht, wenn die Grundlage nicht stimmt. Ein paar Dinge, die wirklich einen Unterschied machen:
Trocken statt feucht. Klingt vielleicht gegen deine Intuition, aber feuchtes Haar bricht deutlich leichter als trockenes. Wenn du deine Klammer auf noch nassem Haar setzt, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass beim Feststecken Haare abbrechen, statt dass die Klammer einfach nur hält. Warte lieber, bis dein Haar zumindest größtenteils getrocknet ist.
French Twist statt einfachem Zopf. Bei dickem lockigem Haar hilft es, das Haar vor dem Feststecken einmal einzudrehen, ähnlich wie beim French Twist. Das bündelt das Volumen kompakter, bevor die Klammer überhaupt zugreifen muss, und nimmt damit einen Teil der Belastung von der Feder.
Celluloseacetat oder Plastik: Macht das Material wirklich einen Unterschied?
Kurze Antwort: ja, und zwar mehr, als die meisten denken. Plastik wird mit der Zeit spröde, bricht an den Kanten und verliert seine Form. Celluloseacetat biegt sich mit, statt zu brechen, und hält dadurch spürbar länger, gerade unter der Belastung von dickem Haar.
Wenn dich das Thema genauer interessiert, haben wir dazu einen eigenen Artikel geschrieben: Celluloseacetat vs. Plastik Haarklammer.
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